Privatärztliche Praxis, Ausgabe 5/2011

ISSN Nummer 1438-7085

Ausgabe 5/2011

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass hier im Internet unsere Verbandsnachrichten nur sehr verkürzt wiedergegeben werden. Insbesondere Tipps zur Abrechnung stellen wir nur unseren Mitgliedern zur Verfügung.

GOÄ - Internisten sehen Verhandlungen in der Sackgasse

(aus Arzt und Wirtschaft 12.09.2011)

Die Verhandlungen für eine neue Gebührenordnung (GOÄ) dümpeln dahin. Jetzt hat der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) den Alarmknopf gedrückt.

„Offensichtlich in einer Sackgasse festgefahren“ sind die Verhandlungen über die überfällige Reform und Neubewertung der GOÄ laut dem BDI. Der Verband kritisiert, die Private Krankenversicherung und das Bundesgesundheitsministerium strebten an, die neue GOÄ möglichst kostenneutral zu gestalten, am besten solle es sogar Einsparungen bei den technischen Leistungen und eine nur moderate Steigerung des kalkulatorischen Arztlohns geben.

Entscheidende Fragen sind laut BDI auch innerhalb der Ärzteschaft weiterhin unklar, zum Beispiel, ob es auch in Zukunft Multiplikatoren wie den 2,4-fachen Satz und andere geben werde, die den individuellen Schweregrad einer Erkrankung abbilden. Und wenn ja, welche? Offen sei auch, ob es künftig Analogziffern geben werde, die den weiteren Fortschritt der medizinischen Diagnostik und Therapie erfassen.

Der BDI forderte die Beteiligten auf, ohne Zeitdruck die strukturellen und finanziellen Vorgaben einer neuen GOÄ zu erarbeiten und dabei nicht nur einen Abklatsch des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes zu konstruieren.

PS: wir weisen darauf hin, dass unser Vorsitzender Dr.Franz vor Ort in Berlin jeweils über die neuesten Tendenzen informiert ist; sobald sich etwas "Handfestes" abzeichnet, werden wir sowohl in der PÄP berichten, als auch ausführlich auf unserer Veranstaltung am 12.11.2011 in Frankfurt

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Versicherung - der optimale Schutz für Praxen

Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Feuer, Einbruch, Wasserschaden - schnell ist es passiert, und die Praxiseinrichtung ist beschädigt oder zerstört. Finanziell eng wird es aber auch, wenn der Praxischef längere Zeit ausfällt. Dann kommt es darauf an, den richtigen Versicherungsschutz zu haben.

Von Nina Giaramita

Nicht jede Versicherung ist sinnvoll, aber manche Risiken lassen sich nur mit Hilfe der Assekuranz abdecken, weil sonst die Existenz der Praxis bedroht wäre. Ein Überblick über die wichtigsten Versicherungen für niedergelassene Ärzte:

Inventarversicherung: Eine moderne und gut ausgestattete Praxis erfordert oftmals umfangreiche Investitionen in Einrichtung, Geräte und Instrumente.

Zur Standardausstattung eines Versicherungs-Portfolios gehört daher eine Inventarversicherung. Die Police schützt die teure Praxiseinrichtung gegen Verlust und Beschädigung durch Einbruch, Diebstahl, Sturm, Hagel, Explosion und Rohrbruch.

Darüber hinaus lässt sich der Versicherungsschutz erweitern, Schäden wie Erdrutsch oder Überschwemmung lassen sich in die Inventarversicherung einbeziehen. Da sich die Zahl der Sturmschäden seit 1950 mindestens verdoppelt hat, raten Spezialmakler inzwischen dazu, auch diese sehr weit gehende Deckung in Anspruch zu nehmen.

Mitunter schwierig gestaltet sich die Festlegung der Prämienhöhe. Die Versicherungssumme kann erheblich variieren - je nach ärztlicher Fachrichtung kann der Wert des Praxisinventars von 100.000 bis zu mehreren Millionen Euro betragen.

Die Versicherungssumme muss in jedem Fall dem Neuwert der Praxiseinrichtung entsprechen. Die Versicherung ersetzt dann den Wert, den die Einrichtungsgegenstände zum Zeitpunkt des Kaufes hatten - die Wertminderung durch Benutzung wird nicht einbezogen.

Grundlage zur Ermittlung des materiellen Praxiswertes bildet ein detailliertes Inventarverzeichnis, das auch Verbrauchsmaterialien umfassen sollte.

Über die Inventarversicherung sind elektronische Geräte meist als Teil der Praxiseinrichtung mitversichert - jedoch nur zu den dort aufgeführten Bedingungen. Wenn ein Schallkopf zu Boden fällt, zahlt die Versicherung nicht.

Elektronikversicherung: Meist zählen elektronische Geräte zum teuersten Equipment der Praxis. Daher ist diese zusätzliche Police bei größeren Praxen ratsam. Sie kommt bei unsachgemäßer Handhabung, Bedienungsfehlern sowie bei Überspannung durch Blitz zum Tragen.

Zusätzlich versicherbar sind elektronische Betriebsunterbrechungsschäden, also der Einnahmeverlust, der durch Schäden an elektronischen Geräten und durch Datenverlust entstehen kann.

Betriebsunterbrechungspolice: Wenn die Praxis nach einem Schaden aufgrund nötiger Renovierungsarbeiten geschlossen werden muss, kann der Abschluss einer Betriebsunterbrechungspolice helfen, einen finanziellen Engpass zu vermeiden.

Denn trotz der kurzfristig wegfallenden Einnahmen müssen laufende Kosten wie Miete und Gehälter ja weiter bezahlt werden. Eine derartige Versicherung leistet für den entgangenen Betriebsgewinn Entschädigung.

Außerdem übernimmt der Versicherer die fortlaufenden Kosten bis zur Wiederherstellung des Praxisbetriebs - in der Regel für bis zu zwölf Monate.

Bei Betriebsunterbrechungsversicherungen wird zwischen "Klein" und "Groß" unterschieden. Die kleine Betriebsunterbrechungsversicherung kann als Ergänzung zu einer bestehenden Inventarversicherung vereinbart werden.

Als Maßstab für die Entschädigungshöhe gilt die innerhalb der Inventarversicherung vereinbarte Versicherungssumme. Erwirtschaftet die Praxis einen jährlichen Gewinn von mehr als 50.000 Euro, lohnt es sich, eine große Betriebsunterbrechungsversicherung abzuschließen. Bei dieser Variante richtet sich die Versicherungsprämie nach dem Jahresumsatz.

Praxisausfallversicherung (PAV): Im Gegensatz zur Betriebsunterbrechungspolice liefert die PAV im Krankheitsfall Versicherungsschutz. Die PAV ist eine sinnvolle Ergänzung zum Krankentagegeld.

Denn eine Krankentagegeldversicherung sichert im Krankheitsfall lediglich das Netto-Einkommen ab, nicht aber die fortlaufenden Praxis-Kosten.

Die PAV übernimmt dagegen die Kosten für Gehälter, Miete und Leasingraten bei einer Erkrankung. Eine Leistung erfolgt meist erst bei 100 Prozent Arbeitsunfähigkeit.

Beim Abschluss einer solchen Police sollte darauf geachtet werden, dass die Deckung bis zum Rentenalter, also bis zur Praxisaufgabe, gilt. Darüber hinaus sollte man eine Praxisausfallversicherung möglichst früh abschließen, denn spätestens ab dem 50. Lebensjahr ist bei Vertragsabschluss mit Zuschlägen auf die reguläre Prämienhöhe zu rechnen.

Eine wichtige Rolle spielt bei der PAV auch die sogenannte Karenzzeit. Darunter versteht man einen zeitlichen Selbstbehalt. Wer eine Karenzzeit von sieben Tagen vereinbart, erhält ab dem achten Tag des Praxisausfalls eine Versicherungsleistung. Je länger die Karenzzeit ausfällt, desto niedriger ist die Prämie.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen: Der Abschluss einer Praxisausfallversicherung ist Privatsache. Die Beiträge sind daher nicht steuerlich absetzbar. Im Gegenzug gelten die Leistungen aus der PAV im Krankheitsfall nicht als Einnahmen, daher bleiben sie steuerfrei.

Auf Grund der Anzahl an notwendigen Praxis-Policen scheint es auf den ersten Blick ratsam, alle Policen bei einem Versicherer abzuschließen.

Der Vorteil: Man behält leichter den Überblick, und im Schadenfall läuft die Vertragsabwicklung unkomplizierter ab. Ein einziger Versicherer kann jedoch nicht über alle Sparten hinweg ein attraktives Angebot machen. Daher lohnt es sich, die Angebote unterschiedlicher Versicherer unter die Lupe zu nehmen.

Wenig sinnvoll sind Multi-Risk-Policen, die unter anderem Inventar-, Elektronik- und Betriebsunterbrechungsversicherung umfassen. Bei derartigen Policen werden zur Ermittlung der Versicherungssumme oft nachteilige Pauschalen herangezogen.

Zudem kann bei einem Schadenfall der Versicherungsschutz über alle Sparten hinweg gefährdet sein. Vorteilhafter ist es daher, nach Einzellösungen Ausschau zu halten und sich am individuellen Bedarf zu orientieren.

Checkliste Praxisversicherung

Versicherungsunterlagen: Kopien von den Versicherungsunterlagen erstellen und diese in einem zweiten Ordner abheften. Der zweite Ordner sollte außerhalb der Praxis aufbewahrt werden, damit im Schadensfall die Unterlagen zur Verfügung stehen.

Anpassung: Bei jeder größeren Investition sollte geprüft werden, ob eine Aktualisierung des Versicherungsschutzes nötig ist. Auch wenn keine Veränderung in der Praxis ansteht, sollte alle zwei Jahre eine Kontrolle der Versicherungen erfolgen.

Rabatte: Die Möglichkeit von Prämienrabatten sollte geprüft werden, beispielsweise durch einen zusätzlichen Brandschutz. Nützlich sind Anfragen beim Anbieter oder dem Vermittler von Versicherungen nach einem Selbstbehalt und nach den Schadenfreiheitsrabatten!

Überversicherung: Manche Versicherungen - etwa eine Glasversicherung - sind verzichtbar. Für kleinere Schadensfälle ist es eher ratsam, ein wenig Geld zurückzulegen um im Bedarfsfall dann wieder darauf zurückzugreifen.

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Ärzte Zeitung, 29.08.2011

Central fürchtet Bürgerversicherung

Der private Krankenversicherer Central will seinen eigenen Außendienst komplett abschaffen. Der Hintergrund: Das Unternehmen rechnet mit einem Ende der privaten Vollversicherung.

KÖLN (hf). Die Central Krankenversicherung bereitet sich auf die Einführung einer Bürgerversicherung und damit auf die Abschaffung der privaten Vollversicherung vor: Das Unternehmen baut den Vertrieb um und verkleinert den Vorstand.

Nach Informationen der "Ärzte Zeitung" wird der Kölner Versicherer, der zur Generali-Gruppe gehört, den eigenen Außendienst komplett einstellen und den Vertrieb über Makler stark zurückfahren.

Künftig werden die PKV-Policen wohl vor allem über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG), die mit der Generali verbunden ist, und über Konzerngesellschaften wie die Generali Versicherungen verkauft.

Den Central-Vertretern soll ein Wechsel zu diesen Vertrieben angeboten werden - sie sollen sich dort aber nicht mehr auf die PKV konzentrieren.

Der Vorstandschef der Central Heinz Teuscher sagt, dass die Würfel noch nicht endgültig gefallen sind. "Wir prüfen die Einstellung und die Möglichkeit, dass sich die Vermittler für andere Vertriebswege entscheiden können." Am Ausgang der Prüfung besteht aber offenbar kein Zweifel.

"In der Konzernspitze herrscht die Überzeugung, dass die obligatorische Bürgerversicherung kaum noch zu verhindern ist", sagt ein Insider.

Die Vollversicherung als Hauptgeschäftsfeld der privaten Krankenversicherer würde damit langfristig austrocknen, den Unternehmen blieben nur noch die Zusatzpolicen. Darauf will sich die Central rechtzeitig einstellen.

Außerdem zieht der Kölner Krankenversicherer mit der Umorganisation die Konsequenzen aus seinen schlechten Erfahrungen mit Billigpolicen.

Die Central hatte versucht, über niedrigpreisige Einsteigertarife mit geringem Leistungsniveau neue Kunden vor allem bei Selbstständigen anzulocken. Die Hoffnung war, dass die Versicherten nach einer Zeit in höherwertige Tarife wechseln würden.

Das war aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Über die Billigangebote holte sich die Central eine Reihe von Nichtzahlern in den Bestand. Das Unternehmen hat den Verkauf der Tarife eingestellt.

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Abgesang auf die private Vollpolice

Ärzte Zeitung, 29.08.2011

Kommentar

Von Herbert Fromme

Generali zieht die Notbremse. Nach der Einstellung der Billigtarife bei der Tochter Central Kranken schließt der Versicherungskonzern dort auch den eigenen Außendienst mit 600 Vertretern. Sie leben vor allem vom Verkauf von Vollpolicen.

Aber genau hier sieht der Mutterkonzern keine Zukunft mehr. Ganz offen sprechen Spitzenmanager davon, dass die obligatorische Bürgerversicherung unaufhaltsam ist. Den Privaten blieben dann nur die Zusatzdeckungen.

Das hört man auch bei anderen Konzernen. Viele Versicherungsbosse finden das Ende der Vollversicherung gar nicht so schlimm -mit ihr verdienen sie wenig Geld, müssen hohe Eigenmittel vorhalten und haben jede Menge politischen Ärger.

Dazu kommt: PKV-Kunden sind wegen der jüngsten drastischen Beitragserhöhungen oft vergrätzt. Das beeinträchtigt auch die Kundenbeziehung in lukrativeren Geschäftsfeldern. Während sich die Großen ein Leben ohne PKV vorstellen können, kämpfen kleinere PKV-Spezialisten mit Leib und Seele für sie.

Kein Wunder: Sie leben vor allem von der Krankenversicherung. Zwar ist das Schicksal der Vollversicherung noch nicht entschieden. Niedergelassene Ärzte, die ihre Zukunft vor allem auf Einnahmen aus diesem Sektor bauen, gehen auf jeden Fall ein hohes Risiko ein.

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Betreff: Börsen-Crash, Schuldenkrise, allgemeine Unsicherheiten

Anlässlich der neuesten Verunsicherung an den Börsen möchten wir auf eine Finanz-Regelung verweisen, die bereits mit der Wirtschaftskrise 2008/2009 entstanden ist. Damals haben die meisten von uns Verluste eingefahren, die im Rahmen der „Abgeltungssteuer“ bis 2013 mit Gewinnen steuerfrei „verrechnet“ werden können: wenn Sie jetzt Aktien kaufen und sie Bereits nach wenigen Tagen mit Gewinn wieder verkaufen, fällt keine Spekulationssteuer an, …immer im Fall, dass sie den Gewinn mit früheren Verlusten „ausgleichen“. (Allerdings müssen diese Verluste von damals auch innerhalb der Spekulationsfrist von 1 Jahr entstanden sein. Auch sind keine Verluste aus anderen Bereichen verrechenbar!)

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Zweigpraxen mausern sich zum Erfolgsmodell

Ärzte Zeitung, 19.07.2011

Stichprobe zeigt: Patienten und Ärzte profitieren

NEU-ISENBURG (ine). Im Alltag hat sich das Modell Zweigpraxis längst bewährt, wie eine Stichprobe unter KVen zeigt. Ärzte können mit Hilfe von Zweigpraxen die Konkurrenz in Schach halten und neue Patienten gewinnen. Patienten profitieren vom zusätzlichen Service und kurzen Anfahrtszeiten.

In Hessen gibt es derzeit 220 Zweigpraxen, in Baden-Württemberg 293, in Rheinland-Pfalz 194, und im Bereich der KV Nordrhein sind es 352 Zweigpraxen. So das Ergebnis einer Umfrage der "Ärzte Zeitung" unter mehreren KVen.

Eine zentrale Erfassung, wie viele solcher Praxen es bundesweit gibt, existiert nicht. Auch die KBV in Berlin hat dazu keine Zahlen.

Dabei sind Zweigpraxen eine von vielen Möglichkeiten, um die Versorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten. Viele Politiker sehen darin ein wirksames Rezept gegen Ärztemangel.

Spielregeln prüfen die KVen

In Nordrhein-Westfalen bekommen Hausärzte sogar Fördergelder vom Land, wenn sie eine Zweigpraxis im ländlichen Raum errichten wollen.

Die Spielregeln gibt Paragraf 24 der Zulassungsverordnung für Ärzte vor. Deren Einhaltung wird von den jeweiligen KVen überprüft.

Danach können Ärzte eine Praxis an einem anderen Ort als dem Vertragsarztsitz eröffnen, wenn damit die Versorgung verbessert und gleichzeitig die Versorgung am Vertragsarztsitz nicht beeinträchtigt wird. Dies kann der Fall sein, wenn Patienten lange Wartezeiten hinnehmen müssen.

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Zweigpraxen: Am Anfang zahlen Ärzte drauf

Ärzte Zeitung, 20.07.2011

Mit dem Start einer Zweigpraxis muss die Versorgung am Ort verbessert, am Sitz der Hauptpraxis dagegen darf sie nicht verschlechtert werden, so die Vorgabe. Viele hessische Ärzte wagen seit 2009 diesen Spagat.

Von Sabine Schiner

FRANKFURT/MAIN. 220 Zweigpraxen gibt es derzeit in Hessen, etwa 60 Prozent davon sind hausärztliche Praxen. Sie werden nur dann genehmigt, wenn sie die Versorgung der Versicherten verbessern und gleichzeitig die Versorgung am Sitz der Hauptpraxis nicht beeinträchtigt wird.

Dies ist immer dann der Fall, wenn der Praxischef in der Hauptpraxis persönlich mindestens 20 Stunden pro Woche Sprechstunden für GKV-Patienten abhält und auch die Versorgung außerhalb der Sprechstundenzeit gewährleistet.

Etwa die Hälfte aller Anträge lehnt die KV ab

"Zweigpraxen sind vor allem dann geeignet, wenn sich größere Praxisstätten nicht rechnen würden", sagt Maja Kletke. Sie ist im Team Bedarfsprüfung bei der KV Hessen für die Genehmigung zuständig. Typisches Beispiel: Ein Hausarzt bietet für fünf Stunden in der Woche im Nachbarort für gehunfähige Patienten eine Sprechstunde an. "In solchen Fällen ist eine Zweigpraxis das Mittel der Wahl", sagt die KV-Mitarbeiterin im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Etwa die Hälfte aller Anträge wird von der KV aber abgelehnt. Ein Beispiel, das im Frühjahr durch die Medien ging, ist der Fall eines Kinderkardiologen aus Fulda, der im 128 Kilometer entfernten Bad Nauheim eine Zweigpraxis eröffnen wollte.

Für die KV war durch die Entfernung zwischen den beiden Praxen die Versorgung der Versicherten am Vertragsarztsitz beeinträchtigt. Zudem stellte die KV in Bad Nauheim fest, dass es im Umkreis von 30 Kilometern genügend Kinderkardiologen gibt. Das Bundessozialgericht billigte diese Entscheidung.

Die Antragsteller seien in der Regel sehr gut über das neue Vertragsarztrecht informiert, so Kletke. Doch es sei ein Irrglaube, dass mit einer Zweigpraxis immer auch eine Verbesserung der Versorgung stattfinde. Dafür müssten unter anderem spezielle Untersuchungen oder medizinische Leistungen angeboten werden, die es bislang am Ort der Zweigpraxis nicht gab. "Das ist sehr diffizil", sagt Kletke.

Nach Eingang des Antrages werden von der KV beispielsweise auch alle niedergelassenen Ärzte und Therapeuten im Umkreis der geplanten Zweigpraxis in anonymisierter Form befragt, welche Leistungen sie erbringen und welche Wartezeiten Patienten bei ihnen haben.

Ein weiteres Detail, das von Praxischefs bei der Antragstellung oft übersehen werde, findet sich in der Notdienstordnung der einzelnen KVen. Die hessische KV schreibt beispielsweise vor, dass Zweigpraxen am Notdienst teilnehmen müssen - und zwar dann, wenn die Zweigpraxis in einem anderen Bereitschaftsdienstbezirk liegt. "Das gehört dann zur Sicherstellung dazu", sagt Maja Kletke.

Das Regelleistungsvolumen wird zunächst nicht erhöht

Eine weitere Vorgabe: Mit der Genehmigung einer Zweigpraxis wird das RLV zunächst nicht erhöht. "Die Fallzahl soll gleich bleiben", erläutert Kletke. Schließlich werde die Stundenzahl durch die Zweigpraxis nicht erhöht. "Der Arzt verlegt ja nur seine Tätigkeit an eine andere Stätte."

Ihr Fazit: Oft seien Ärzte mit der Gründung einer Überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft besser bedient. "Im Grunde genommen zahlt der Arzt bei einer Zweigpraxis anfangs drauf", so Kletke. Ärzte müssten einige Investitionen wie die Miete der Praxisräume und der EDV-Anlage auf sich nehmen und ihre Praxis an zwei Standorten organisieren. "Das bedeutet auch einen hohen Verwaltungsaufwand."

Hat sich die Zweigpraxis etabliert, ermöglicht sie aber zusätzliche Umsatzmöglichkeiten - etwa durch die Gewinnung neuer Patienten. Nicht zuletzt kann mit Hilfe einer Zweigpraxis auch die Konkurrenz in Schach gehalten werden.

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Schweigepflicht versus Einsichtsrecht

aus Der Allgemeinarzt 13/2011

Angehörige wollen Unterlagen einsehen

Die ärztliche Schweigepflicht ist unbedingte Grundvoraussetzung für ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis und umfassend durch gesetzliche Regelungen gesichert. Ein Bruch der Schweigepflicht muss also immer eine erlaubte Ausnahme sein. Gehört ein Auskunftsverlangen von Angehörigen nach dem Tod des Patienten dazu

Die Motivation eines Angehörigen, der die Herausgabe der Unterlagen nach dem Tod des Patienten verlangt, kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Der Arzt bewegt sich hier in einem äußerst sensiblen Spannungsfeld.

Wer hat generell Einsichtsrecht?

Zunächst steht nur dem Patienten selbst das Recht auf Einsichtnahme zu. Dieses entsteht als vertragliches Nebenrecht unmittelbar aus dem Arztvertrag. Im Einzelfall können sich jedoch auch Herausgabeansprüche aus dem BGB, dem ärztlichen Standesrecht oder den Datenschutzgesetzen des Bundes und der Länder ergeben. Immer richtet sich die Verpflichtung des Arztes zur Offenbarung nur auf die objektiven Teile der Krankenakte (Anamnese, Labor- und Untersuchungsbefunde. Behandlungsergebnisse), nie auf subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen.

Der Arzt als Treuhänder"

Die Stillschweige-Verpflichtung des Arztes gilt auch über den Tod des Patienten hinaus. Der Arzt ist also als "Treuhänder" der Krankenunterlagen zu betrachten und macht sich strafbar, wenn er gegen die Verschwiegenheit verstößt. Eine Befugnis zur Offenbarung existiert nur, wenn

  • der Arzt von der Schweigepflicht entbunden wurde oder
  • dies zum Schutz eines höherwertigen Rechtsguts erforderlich ist.

Letzteres bedeutet, dass der Arzt ein Patientengeheimnis offenbaren darf, wenn das Vertrauen des Patienten in die Verschwiegenheit des Arztes aufgrund einer Güterabwägung geringer zu bewerten ist als ein anderes, hiermit kollidierendes Rechtsgut. Einzelheiten sind jedoch umstritten.

Verantwortlich ist immer der Arzt

Falls der verstorbene Patient zu Lebzeiten den Arzt von der Schweigepflicht entbunden hat, ist dieser zur Herausgabe berichtigt und auch verpflichtet. Falls keine solche Einwilligung existiert, muss der Arzt (was zugegebenermaßen immer schwierig sein kann) prüfen, ob eine Offenbarung des Patientengeheimnisses im sog. mutmaßlichen Interesse des Verstorbenen ist. Diese Frage wäre zu bejahen, wenn der Patient vor den Anspruch stellenden Angehörigen keine Geheimnisse haben will. Ist dies zweifelhaft, sollte der Arzt die Einsichtnahme verweigern. Generell gilt: Die Verantwortung liegt in vollem Umfang beim Arzt!

Falls von einer Einwilligung ausgegangen werden kann, haben neben den Erben auch weitere nahe Angehörige ein entsprechendes Einsichtsrecht, wenn diese über ein berechtigtes Interesse an der Auskunft verfügen. Dies kann beispielsweise ein begründeter Verdacht auf einen Behandlungsfehler sein, der möglicherweise zum Tod des Patienten geführt haben könnte, oder aber falls Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, Ansprüche aus Versicherungen vorliegen oder bei ähnlichen Fällen.

Norbert Mittermaier

Quelle: J Hüser: Herausgabepflicht von Patientenunterlagen gegenüber Angehörigen? Notfall & Hausarztmedizin 2009; 35 (6): 290-291

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Auf die richtige Versicherung kommt's an

(Arzt&Recht  5.2011)

Wer zahlt, wenn der Arzt länger krank ist?

Wenn Ärzte über längere Zeit nicht arbeiten können, weil sie krank sind oder einen Unfall hatten, ist ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Damit das Ganze nicht zu einem finanziellen Fiasko wird, sollten sie vorsorgen.

Viele Ärzte haben eine Krankentagegeldversicherung, weiß Kai Waldmann, Leiter des Bereichs Sachversicherung beim Finanzvertrieb MLP. "Oft ist die Deckungssumme aber zu niedrig", sagt er. Selbst wenn das nicht der Fall ist: Mit dieser Police sichert der Arzt nur sein Netto-Einkommen ab, also den Praxisgewinn. Die Ausgaben etwa für Miete, Personal oder Leasing-Raten laufen aber weiter. Um im Ernstfall diese Kosten zu decken, können Niedergelassene eine Praxisausfallversicherung abschließen.

Sie springt ein, wenn der Praxisinhaber aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann.

Bei der Krankentagegeld- und der Praxisausfallversicherung besteht der Anbieter auf eine Gesundheitsprüfung. Je älter und je angeschlagener der Arzt ist, desto höher ist die Prämie. Bei einem günstigen Angebot für eine Praxisausfallversicherung zahlt ein unter 50 Jahre alter Arzt bei einer Versicherungssumme von 25.000 EUR und einer Karenzzeit von 30 Tagen 143,75 EUR im Jahr.

Fünfzig plus: Aufgepasst!

Schließt ein 53-Jähriger die Versicherung ab, muss er 20% mehr zahlen, ein 56-Jähriger 35% mehr. Das Höchsteintrittsalter unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Auch bei den Vertragslaufzeiten gibt es erhebliche Unterschiede. "Ärzte sollten auf jeden Fall darauf achten, dass der Vertrag bis zur Praxisaufgabe läuft", sagt Waldmann.

Im Schadenfall rächt es sich, wenn die vereinbarte Versicherungssumme nicht ausreicht. "Um die erforderlichen Deckungssummen zu er mitteln, sollten Ärzte ihren Steuerberater hinzuziehen", rät Waldmann. Ohnehin sollten sich Kunden nicht scheuen, vor dem Abschluss externen Sachverstand in Anspruch zu nehmen und sich ausgiebig beraten zu lassen.

Zu den großen Versicherern in diesem Segment gehören Axa, Baseler, Generali oder Inter. Nach Waldmanns Angaben sind auch Anbieter mit Dumping-Preisen auf dem Markt. Er warnt vor dem Abschluss bei solchen Gesellschaften, denn es ist ungewiss, ob und wie lange sie mit dieser Geschäftspolitik bestehen können. "Ärzte sollten sich genau anschauen, in wessen Hände sie sich begeben", sagt er. Deshalb sollten sie sich von einem unabhängigen Vermittler beraten lassen, der einen guten Marktüberblick hat.

Unabhängige Vermittler beugen dem Ärger vor

Unabhängige Vermittler können im Vorfeld dafür sorgen, dass dem Arzt Ärger erspart bleibt. Denn für die Krankentagegeldversicherung gilt das sogenannte Bereicherungsverbot, der Arzt darf nicht mehr bekommen, als er verdient hat. "Das prüft der Versicherer im Schadenfall", so Waldmann. Dabei besteht die Gefahr, dass der Krankenntagegeld-Versicherer die Leistungen aus der Praxisausfallversicherung in seine Berechnungen einbezieht. "Das heißt nicht, dass die Policen beim selben Versicherer abgeschlossen werden müssen" so Waldmann weiter. "Aber sie müssen zusammenpassen und mit den Partnern abgestimmt sein." Dazu gehört, dass der Kunde oder sein Vermittler vom Krankentagegeld-Versicherer eine schriftliche Bestätigung einholt und dass er im Schadensfall die Leistungen der Praxissausfallversicherung nicht anrechnet.

(Anja Krüger)

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Karlsruhe erlaubt Ärzten mehr Werbung

Ärzte Zeitung online, 13.07.2011

Dürfen Ärzte für sich und ihre Praxis werben? Nur in ganz engen Grenzen, sagt das Berufsrecht. Ein Zahnarzt in Westfalen-Lippe wollte sich damit nicht zufriedengeben - er war in der Zeitung und mit Gutscheinen. Das Bundesverfassungsgericht sieht darin kein Problem.

KARLSRUHE (fl). Ärzte und Zahnärzte dürfen mit Verlosungen ärztlicher Dienstleistungen sowie in Anzeigen mit Fotos der Praxisausstattung um Patienten werben.

Diese Werbemethoden sind nicht generell als berufswidrig einzustufen, entschied das Bundesverfassungsgericht in zwei am Montag veröffentlichten Entscheidungen.

Damit bekam ein Zahnarzt aus Nordrhein-Westfalen recht. Sowohl die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe als auch die Berufsgerichte hatten ihm berufswidrige, gewerbliche Werbung vorgeworfen.

Mit der Praxisausstattung geworben und Bleaching verlost

Der Zahnarzt habe in einer Zeitungsanzeige neben seinen zahnmedizinischen Leistungen auch das praxiseigene Zahnlabor und den eigenen Verlag beworben, der Patienteninformationen herausgibt.

Diese Mischung mit gewerblichen Leistungen sei aber verboten. Auf der Homepage des Zahnarztes sei zudem ein digitaler Volumentomograph in "aufdringlicher Weise" mit Bildern dargestellt worden.

Als berufswidrig wurde auch eine geplante - aber nicht durchgeführte - Verlosung zahnärztlicher Leistungen gewertet.

Dabei sollten Besucher einer Ausstellung Gutscheine für eine professionelle Zahnreinigung oder einer Bleaching-Behandlung erhalten. Wegen der Werbemethoden wurde der Zahnarzt zu zwei Geldbußen in Höhe von 3000 Euro verurteilt.

Gemeinwohl durch die Werbung nicht gefährdet

Das Bundesverfassungsgericht hob das Urteil auf. Zahnärzte und Ärzte dürften auch gewerbliche Werbemethoden verwenden, so die Richter. Diese seien nur unzulässig, wenn damit das Gemeinwohl oder das Vertrauen in die Integrität des Arztes gefährdet wird.

Im konkreten Fall sei die Werbung über den Verlag und das Zahnlabor berufsbezogen und sachlich gerechtfertigt gewesen. Auch die geplante Verlosung zahnärztlicher Leistungen sei vom Prinzip zulässig.

Nicht erlaubt ist nach Angaben der Karlsruher Richter nur die Verlosung von Behandlungen, die gesundheitliche Risiken bergen.

Nicht zu beanstanden sei auch die werbende Hervorhebung der Praxisausstattung. Dies könne für einen Patienten bei der Praxisauswahl von Bedeutung sein. Bei der Darstellung medizinischer Geräte dürfe nur der Herstellername nicht genannt werden.

Az.: 1 BvR 233/10 und 1 BvR 235/10

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SteuermonitorKrankheitskosten leichter als "außergewöhnliche Belastung" absetzbar

11.07.2011

Laut Bundesfinanzhof kann nun jeder Arzt beurteilen, ob eine medizinische Indikation für die steuerliche Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen ausreicht.

Bestimmte Krankheitskosten waren bisher nur als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig, wenn die medizinische Indikation vor der Behandlung durch ein amtsärztliches Attest, ein vertrauensärztliches Gutachten oder ein Attest eines anderen öffentlich-rechtlichen Trägers nachgewiesen wurde. Das ist jetzt anders. Der Bundesfinanzhof (BFH) vertritt nun die Auffassung, dass es nicht ersichtlich sei, warum nur ein Amtsarzt oder medizinischer Dienst, nicht aber ein anderer Mediziner die erforderliche Sachkunde besitzen soll, Maßnahmen für Kranke sachverständig zu beurteilen.

A&W-Tipp

Die BFH-Entscheidungen geben die Entscheidungskompetenz an die zuständige Stelle zurück. Während krankheitsbedingte Aufwendungen früher allein aus formalen Gründen (fehlendes amtsärztliches Attest) abgelehnt werden konnten, treffen nunmehr das Finanzgericht oder ein Arzt die Entscheidung. Damit können auch im Nachhinein noch Nachweise erbracht werden.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und eMail: kanzlei(at)bernhard-mayer.biz

Vgl. auch PÄP IV, Seite 4.

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Patientenvollmacht – online und von Ärzten erstellt

Ärzte Zeitung, 20.07.2011

Ärzte aus Braunschweig starten im September ein kostenpflichtiges Online-Angebot, auf dem Patienten ihre Patientenvollmacht erstellen und hinterlegen können.

BRAUNSCHWEIG (cben). Um die Patientenvollmacht im Krisenfall sofort zur Verfügung zu haben, hat das Ärztenetz "Gesundheitsverbund Braunschweig e.V." eine onlinegestützte Version der Vollmacht entwickelt: www.patientenvollmacht24.de.

Die Website wird am 1. September freigeschaltet. Neben der Patientenvollmacht halten die Ärzte unter anderem auch die Betreuungsverfügung und eine umfangreiche Bestattungsverfügung vor.

"Auf der Homepage erfahren die Nutzer alles rund um die Patientenvollmacht und können die Formulare online ausfüllen", sagt Hausarzt Dr. Uwe Lorenz vom Gesundheitsverbund zur "Ärzte Zeitung".

PIN-geschützt mit einer Laufzeit von 20 Jahren

2009 fasste der Gesetzgeber Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung unter der "Patientenvollmacht" zusammen. Die Dokumente von patientenvollmacht24.de seien "nach geltendem Recht von Juristen und Ärzten verfasst worden und werden bei rechtlichen Änderungen angepasst", so Lorenz.

Im Unterschied zu anderen Verfügungen sei diese Vollmacht weitaus detaillierter und bleibe PIN-geschützt auf dem Server - Laufzeit: 20 Jahre. Der Inhaber bestellt zusätzlich einen Bevollmächtigten, der die PIN kennt.

Mit einem Aufkleber auf seiner Versichertenkarte weist der Inhaber auf seine E-Vollmacht hin und hat zugleich die Telefonnummer des Bevollmächtigten auf dem Aufkleber notiert.

Das Portal sorgt zusätzlich dafür, dass der behandelnde Arzt von der Verfügung im Web erfährt. "Wenn wir nun zum Beispiel einen verunglückten und unansprechbaren Patienten haben, greifen wir zum Telefon und bitten den Bevollmächtigten um die Freigabe der Vollmacht", erklärt Lorenz. "Dann können wir online sehen, was der Patient im Zweifel wünscht."

Kommunikationsloch soll gestopft werden

Die Online-Patientenvollmacht soll ein Kommunikationsloch stopfen. "Als Ärzte erleben wir es immer wieder, dass im Fall eines Schlaganfalls, Unfalls mit Bewusstlosigkeit oder anderer schwerer, lebensbedrohlicher Erkrankungen die Fragen der weiteren Versorgung, Betreuung, Unterbringung nicht einvernehmlich und rechtzeitig mit den Familien geklärt wurden", berichtet Lorenz.

Es komme zum Streit in der Familie, oder sogar zu ungewünschter Betreuung. "Und eine Patientenvollmacht, die klären könnte, liegt dann unzugänglich oder vergessen in irgendeiner Schublade", sagt Lorenz.

Es gehe bei dem Projekt nicht darum, den Notaren Konkurrenz zu machen, so Lorenz. "Wer keine Grundstücke oder sonstiges Eigentum hat, braucht für die Verfügung keinen Notar." Aber auf Ärger sei man eingestellt, räumt der Arzt ein. Allerdings werden auch bei patientenvollmacht24.de Kosten fällig, und zwar 66 Cent pro Monat. Das sind bei 20 Jahren Laufzeit knapp 160 Euro.

Zum Gesundheitsverbund Braunschweig mit seiner Gesundheitsverbund Harz und Heide GmbH gehören derzeit rund 290 niedergelassene Ärzte der Regionen Braunschweig, Gifhorn, Helmstedt.

Die Praxen sollen das Projekt mit einer Informationskampagne anschieben. Ab 2012 soll das Projekt dann auch bundesweit ausgerollt werden.

www.patientenvollmacht24.de

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Wann ist Zuschlag A berechnungsfähig?

GOÄ-aktuell

Dtsch Arztebl 2011; 108(28-29): A-1598 / B-1354 / C-1350

GOÄ-RATGEBER

Die Abrechnung des Zuschlags A nach der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist zunehmend Grund für gebührenrechtliche Auseinandersetzungen. Der Zuschlag A soll die zusätzliche Zeitaufwendung für „. . . außerhalb der Sprechstunde erbrachte Leistungen“ vergüten, wenn noch keine Zuschläge für ‚Unzeiten‘“ greifen.

Der Begriff der Sprechstunde wird in Abgrenzung zu dem Begriff Sprechzeiten (Praxisschild) in den Kommentaren zur GOÄ von Brück (Deutscher Ärzte-Verlag) und Hoffmann (Kohlhammerverlag) wie folgt ausgelegt „[es] gelten diejenigen Zeiten, in denen der Arzt üblicherweise in seiner Praxis erreichbar ist. . .“. Der Kommentar von Lang (Thieme Verlag) lautet: „Zuschlag A kann nur berechnet werden, wenn die Sprechstunde (unabhängig von den auf dem Praxisschild angegebenen Zeiten) tatsächlich beendet und die Praxis für Patienten geschlossen ist. Ist die Beratung beziehungsweise Untersuchung mit dem Patienten außerhalb der Sprechstunde zuvor vereinbart worden, so kann der Zuschlag A nur berechnet werden, wenn Arzt und Praxispersonal eigens für die vereinbarte Beratung beziehungsweise Untersuchung nach Abschluss des regulären Sprechstundenbetriebs in der Praxis verbleiben und die Beratung nicht direkt im Anschluss an den Sprechstundenbetrieb erfolgt.“ Als Beispiel wird angeführt: „Abschluss der Sprechstunde um 18 Uhr. Anruf des Patienten und Beratung um 19 Uhr. Rechnung: Nr. 1 GOÄ, Zuschlag A“. Die Auslegung, dass jede Anwesenheit des Arztes in seiner Praxis (aus welchem Grund auch immer) gegen die Berechnung des Zuschlages A spräche, wird von den drei genannten Kommentierungen demnach nicht gestützt.

Eine häufige Frage ist in diesem Zusammenhang, ob der Zuschlag A neben dem Hausbesuch nach Nr. 50 GOÄ berechnet werden könne. Unstreitig scheint hierbei die Abrechnung des Zuschlages A neben der Nr. 50 GOÄ am Mittwochnachmittag zu sein, wenn zusätzlich zum Besuch nach Nr. 50 GOÄ eine Leistung nach den Nrn. 6, 7 oder 8 erbracht wurde. Der Ausschuss „Gebührenordnung“ der Bundesärztekammer hat diese denkbare Variante am 13.März 1996 diskutiert und als gebührenrechtlich zulässig angesehen (Beschluss veröffentlicht DÄ, Heft 36/1999).

Bei der Erbringung des Hausbesuches an anderen Tagen, an denen laut der Kommentare von Brück und Hoffmann üblicherweise ganztags von montags bis freitags (außer mittwochs nachmittags) Sprechzeiten angeboten werden, ist der Zuschlag A neben den Nrn. 6, 7 oder 8 GOÄ nicht berechnungsfähig.

Festzuhalten bleibt, dass der Zuschlag A in erster Linie den zeitlichen Aufwand des Arztes für eine Beratung und/oder Untersuchung des Patienten nach den Nrn. 1, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 GOÄ vergüten soll, wenn der Arzt außerhalb der Sprechstundenzeiten seine Praxis extra hierfür aufsucht oder eigens zu diesem Zweck in der Praxis verbleibt.

Der Zuschlag A ist vom Verordnungsgeber primär nicht für die zusätzliche Vergütung zu Untersuchungsleistungen neben dem Hausbesuch gedacht. Die akzeptierte Ausnahme für den Mittwochnachmittag ist oben beschrieben.

Zu den Besonderheiten für Beleg- und Krankenhausärzte wird auf den GOÄ-Ratgeber „Zuschläge A bis D: Besonderheiten, Beleg- und Krankenhausärzte“ (DÄ, Heft 21/2006) verwiesen.

Dr. med. Anja Pieritz

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Honorierung von Befundberichten und Gutachten im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung

Dtsch Arztebl 2011; 108(34-35): A-1814 / B-1550 / C-1542

Golfier, Alexander

GOÄ-Ratgeber

Die Höhe der Vergütungen von ärztlichen Befundberichten und Gutachten auf der Grundlage des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) wurde bereits vor dessen Inkraftsetzung am 1. Juli 2004 seitens der Bundesärztekammer als deutlich zu niedrig kritisiert. Beispielsweise stehen dem Arzt für die Ausstellung eines Befundscheins oder die Erteilung einer schriftlichen Auskunft ohne nähere gutachterliche Äußerung gemäß Anlage 2 JVEG gerade einmal 21,00 Euro zu. Der Deutschen Rentenversicherung und deren Arbeitsgemeinschaften ist aber selbst diese Honorierung oftmals noch zu hoch. Ärzten wird unter Hinweis auf die gesetzlich bestehende Auskunftspflicht ein individualvertragliches Vergütungsangebot unterbreitet, dass dann beispielsweise bei 16 Euro angesiedelt ist – inklusive Schreibgebühren und Portokosten. Was der Arzt wissen sollte: Eine solche individualvertragliche Vergütungsvereinbarung kommt nur dann zustande, wenn der Arzt dieser auch zustimmt. Tut er dies nicht, hat er einen Anspruch auf die gesetzlich festgelegte Vergütung – im geschilderten Fall also gemäß Anlage 2 JVEG 21 Euro plus Auslagenersatz. Aus Sicht der Bundesärztekammer sollte die Option der abweichenden Vergütungsvereinbarung dazu genutzt werden, den Ärzten eine höhere Honorierung zu gewähren. Dass dies möglich ist, zeigt die zwischen der Bundesärztekammer und der Bundesagentur für Arbeit per 1. Januar 2009 getroffene Vereinbarung, mit der die Vergütung der Erstellung von Befundberichten für den Ärztlichen Dienst der Agenturen für Arbeit von 21 Euro (analog JVEG) um circa 55 Prozent auf 32,50 Euro angehoben wurde (DÄ, Heft 49/2008).

Die Bundesärztekammer hofft, dass auch mit der Deutschen Rentenversicherung zeitnah eine Vereinbarung über die Honorierung von Gutachten und Befundberichten oberhalb des aktuellen JVEG-Niveaus getroffen werden kann. Bis zu einer solchen Einigung sollten die Ärzte zumindest auf der gesetzlich zustehenden Vergütung bestehen und nicht auf Niedrigvergütungsangebote eingehen. Als Hilfestellung zur Durchsetzung der gesetzlich zustehenden Vergütungen ist unter www.baek.de/Gebührenordnung/JVEG ein von der Ärztekammer Westfalen-Lippe entworfenes Musterfax nebst ergänzenden Erläuterungen abrufbar.

Alexander Golfier MBA

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Analogabrechnung in der Privatliquidation

Aus ÄP Onkologie 4_2011

Wie wir immer wieder betonen, sollte bei Analogziffern reichlich formuliert werden, um Ablehungsbescheide zu vermeiden. Hier eine gute Ausführung:

In der Privatliquidation können nicht in der GOÄ enthaltene Leistungen analog abgerechnet werden.

Grundlage ist § 6 Abs. 2 der GOÄ. "Selbständige ärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind, können entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses berechnet werden."

„Selbständige“ besagt, dass es sich bei der Leistung nicht um einen Bestandteil oder eine bloße Modifikation einer anderen Leistung handeln darf. Beispiel: Auch eine noch so lange Beratung bleibt eine Beratung. Entweder trifft eine der speziellen Beratungsziffern (z. B. Nr. 34) direkt zu oder die Beratung ist spezieller Natur und kann mit einer der speziellen Beratungen in der GOÄ direkt verglichen werden. Dann kann sie analog abgerechnet werden. Beispiel: Strukturierte Patientenschulungen von mindestens 20 Minuten Dauer einschließlich Evaluationen zur Qualitätssicherung zum Erlernen und Umsetzen des Behandlungsmanagements und einschließlich der Anwendung standardisierter Fragebögen können mit der Nr. 33 GOÄ (die nur auf Diabetes etc. abgestellt ist) analog abgerechnet werden. Bei allgemeinen Beratungen bleibt nur der Steigerungsfaktor zur Berücksichtigung des überdurchschnittlichen Aufwandes.

Dass der Arzt eine erbrachte, aber nicht in der GOÄ enthaltene Leistung analog berechnen darf, heißt aber noch nicht, dass der Patient das auch erstattet bekommt. Zum Beispiel weisen Beihilfebestimmungen häufig darauf hin, dass nur "von der Ärztekammer anerkannte Analogabrechnungen" erstattet werden. Oft erstatten die Kostenträger aber trotzdem, wenn die vorgenommene Analogabrechnung erläutert wird. Kommen Ablehnungen häufig vor, sollten die Patienten vor der Behandlung auf eventuelle Erstattungsprobleme hingewiesen werden.

Eine "Anerkennung durch die Ärztekammer" kann individuell auf Anfrage erfolgen, wenn die Leistung nicht bereits im Analogverzeichnis der Ärztekammer enthalten ist. Das Verzeichnis der Bundesärztekammer finden Sie unter www.bundesaerztekammer.de, folgen Sie dort dem Pfad "Ärzte" "Gebührenordnung"- "Abrechnung" - Abrechnungsempfehlungen und Analogbewertungen". Ist die erbrachte Leistung dort angeführt, sollte man der ausgesprochenen Analoggbewertung folgen. Andere Analogabrechnungen wären kaum durchsetzbar.

Muss man die Analogbewertung selbst vornehmen, ist vor allem die Forderung des § 6 Abs. 2 nach der "Gleichwertigkeit" zu beachten. "Art, Kosten- und Zeitaufwand" sind Kriterien zur Erreichung dieses Zieles. Dabei sollte man in der Art möglichst nahe an dem bleiben, was tatsächlich gemacht wurde, also möglichst eine ähnliche Leistung aus dem "zutreffenden" GOÄ-Abschnitt heranziehen. Stimmt das aber in der "Gleichwertigkeit" nicht - wenn die erbrachte Leistung zum Beispiel viel höhere Kosten hat als die in der GOÄ enthaltene Leistung - kann man auch ganz andere Leistungen aus der GOÄ heranziehen. Zum Beispiel aus einem anderen GOÄ-Abschnitt, bezogen auf ein anderses Organ oder eine diagnostische Leistung bei eigentlich therapeutischer Zielsetzung. Man kann sogar eine Kombination mehrerer GOÄ-Ziffern heranziehen, wenn anders die "Gleichwertigkeit" nicht zu erreichen ist.

Dabei sollte man möglicht genau vorgehen. Das verlangt nicht unbedingt eine exakte Kalkulation, aber eine wertmäßige Vergleichbarkeit der erbrachten Leistung mit den herangezogenen GOÄ-Ziffern muss nachvollziehbar sein.

Die Gleichwertigkeit des Analogabgriffs bewirkt, dass die Eigenschaften der analog herangezogenen GOÄ-Ziffern "geerbt" werden. Das heißt, dass etwa der höchstmögliche Steigerungsfaktor oder Abrechnungsbestimmungen wie "nur einmal im Behandlungsfall" oder "nicht berechnungsfähig neben ... " auch bei analoger Heranziehung der GOÄ-Ziffern gelten.

Nach § 12 Abs. 4 der GOA ist in der Rechnung zuerst die tatsächlich erbrachte Leistung in verständlicher Form anzuführen. Der Patient muss erkennen können, was tatsächlich gemacht wurde. Dann ist laut GOÄ ein "entsprechend" hinzuzufügen. So soll transparent werden, dass analog abgerechnet wird. In der Praxis sind dafür aber auch andere Bezeichnungen wie "analog" oder gem, § 6.2 GOÄ" gebräuchlich und werden weitgehend akzeptiert.

Es kann (wenn auch selten) vorkommen, dass Kostenträger eine gewollte Verwechslung des vorangestellten großen "A" mit den Platzhalternummern des BÄK-Verzeichnisses oder eines angehängten kleinen "a" mit den in den in der GOÄ enthaltenen Nummern (z. B. Nr. 269a) unterstellen. Nachfolgend sind die aus der GOÄ herangezogenen Leistungen mit GOÄ-Nummer und Leistungstext der GOÄ (bzw. Kurzbezeichnung) anzuführen. Der Rest der Rechnung folgt dann den üblichen Inhalten (Faktor, Betrag, ggf. Mindestzeit) wie sie auch bei der "normalen" GOÄ-Abrechnung einzuhalten sind.

Bei einer Analogabrechnung aus dem Ärztekammerverzeichnis sähe das wie folgt aus:

"A 3732 Troponin-T-Schnelltest, analog Nr. 3741 - Bestimmung des C-reaktiven Proteins (Faktor etc.)"; bei eigenem Analogabgriff zum Beispiel: .Infusionsplan zur Zytostatikainfusion analog Nr. 76 - individueller Diätplan (Faktor etc.)".

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Misteltherapie

aus  best-practice-Onkologie  4/2011

Anthroposophische Mistelpräparate (z.B. lscador; Weleda AG) sind vorerst weiterhin auf Kassenrezept in der adjuvanten und palliativen Situation verordnungsfähig, wenn die Indikation „maliqner Tumor" vorliegt. Das Urteil des Bundessozialgerichts vom 11. Mai 2011 ändert nicht die aktuelle rechtliche Situation dazu in der GKV-Verordnung. Grundlage für eine andere Regelung wäre erst eine entsprechende Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittelrichtlinien.

Buch-Empfehlung:

„Cholesterinwerte auch ohne! Medikamente“

ISBN:  978-3-9806477-0-0 von der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen

Die Lipidliga  DGFF hat bereits einen kleinen Ratgeber „Erhöhte Trilyceride“ herausgegeben, nun ein 66 Seiten umfassendes Buch, in dem auch auf 15 Seiten Getränke und Mahlzeiten aufgelistet sind mit Energie- und zum großen Teil Null-Cholesterin-Gehalt! Auch wenn wir wissen, wie begrenzt die eigenen Möglichkeiten sind, den Chosterinspiegel zu optimieren – und auch unter Anbetracht der sehr unterschiedlichen Auffassung vieler Kolleginnen und Kollegen, wie schädlich erhöhte Cholesterinspiegel nun denn sind – hier ist zumindest eine wissenschaftliche Bewertung „alternativer“ Lipidsenker vorzufinden. Roter fermentierter Reis, Kombucha, Artischocken, Grapefruit, Avocado, Chicoree: alle bekommen „ihr Fett weg“! Es lohnt sich, sich in diesem kleinen Buch zusammen mit Ihren Patienten „entlang zu hangeln“, um Einfluss auf die Lebensweise zu nehmen.

Siehe auch www.lipid-liga.de

„Arzneitherapie für Ältere“

Wehling, Martin; Fröhlich, Lutz; Schwarz, Stefan; Burkhardt, Heinrich; Wedding, Ulrich; 2011,, 298 Seiten, Hardcover,   49,95 €uro  ISBN: 978-3-642-17307-3

Gerade wurde in einem sehr kritischen Spiegel-Leitartikel („Überdosis Medizin“) auf das Problem aufmerksam gemacht: z.B. sind viele Verwirrtheitszustände älterer Patienten auch auf Entwässerungsmittel zurückzurühren! In diesem Buch werden Alle Problempunkte besprochen, die insbesondere bei Multimorbidität älterer Menschen besonders zu berücksichtigen sind. Gerade bei Vorgaben von Leitlinien ist die juristische Situation manchmal schwierig: „welche Medikamente haben Priorität? Was darf ich weglassen?“ Diese und andere praktische Alltagsfragen werden in der nun 2. Auflage sehr aktuell behandelt.

„Verhaltenstherapiemanual – konkret und praxisbezogen!“

Michael Linden, BfA-Klinik Seehof, Teltow;  Martin Hautzinger, Universität Tübingen 2011,  719 Seiten,   Softcover,  44,95 €uro,  ISBN: 978-3-642-16196-4

Sehr empfehlenswertes Buch (auch in Ergänzung des zuletzt beschriebenen Buchs „Stresssmanagement“)

Da wir in der Privatpraxis – zumindest bis zur Fertigstellung der neuen GOÄ – oft die sog. 800­‑er Ziffern anwenden, z.T. analog, brauchen wir u. a. für den Rechnungstext Begründungen. Hier finden Sie nicht nur gute Texte (z.B. „Realitätsorientierungstraining“, „Aversionsbehandlung“ usw.), sondern auch sehr gut umsetzbare Einzel- und Gruppentherapieprogramme, auch z. B. für nichtmedikamentös zu behandelnde Schlafstörungen.

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Ankündigung Fortbildung

Am 12.11.2011 findet unsere Spätjahres-Veranstaltung

(im Le Meridien-Hotel Frankfurt) statt.

Wie immer haben wir interessante Themen ausgewählt; 

Beginn 12:00 Uhr.

Es ergeht getrennt Einladung an die Mitglieder.

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Privatärztlicher Bundesverband • Dreisamstraße 1 • 76337 Waldbronn • Telefon 07243-715363