Privatärztliche Praxis, Ausgabe 5/2018

Keine Bürgerversicherung – Stattdessen eine Einheitsgebührenordnung?


Nachdem die SPD in den Koalitionsverhandlungen keine Bürgerversicherung durchsetzen konnte, nehmen nun langsam Überlegungen Gestalt an, wie eine implementierte. wissenschaftliche Kommission bis Ende 2019 ein „Einheitliches Vergütungssystem“ (EGO) mit Leben füllen könnte, wobei die Zusammensetzung dieser Kommission bisher noch streng geheim ist.
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Neues vom PKV-Ombudsmann

Es wird von einer deutlichen Zunahme der Beschwerden berichtet (ÄrzteZeitung 14.2.2018), vor allem we-gen der "medizinischen Notwendigkeit" und "Gebührenstreitigkeiten". Aber bei einer Klagen-Quote von gerade einmal 0.015% kann man davon ausgehen, dass die Versicherten insgesamt sehr zufrieden sind mit den Leistungen. Die Zunahme der Beschwerden sieht Ombudsmann Lanfermann v.a. darin begründet, dass es seit 2016 ein Gesetz gibt, das "Verbraucherstreitbeilegungsgesetz"(!)
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GOÄ Wegegeld und Reisekosten (wenn auch selten notwendig)

Wer in die seltene Situation gerät, für seine Patienten eine kleine Reise veranstalten zu müssen, wird sich zwar ohnehin konkret in der GOÄ erkundigen, aber hier einige Bemerkungen dazu: Bei einer Anfahrt von mehr als 25 km werden für jeden gefahrenen km 0,26€ bezahlt. Dann kommt eine Abwesenheitsgebühr ins Spiel.
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Chirotherapeutische Eingriffe Nrn. 3306 und 3305 GOÄ

Die Nr. 3306 GOÄ kann unter bestimmten Umständen mehrfach in einer Sitzung und auch neben Nr. 3305 GOÄ zum Einsatz kommen.
Nr. 3306 GOÄ lautet: Chirotherapeutischer Eingriff an der Wirbelsäule. Wenn in unterschiedlichen Abschnit-ten der Wirbelsäule behandelt wird, erfolgen im Grunde zwei Behandlungen. Weil in der Leistungsbe-schreibung der Nr. 3306 GOÄ nur die Einzahl „Eingriff" steht, sollte Nr. 3306 GOA dann zweimal berechenbar sein. 
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Krebsfrüherkennung bei Männern

Privatpatienten und Richtlinie
Auch bei Privatpatienten spielen die Richtlinien eine Rolle. Dies deshalb, weil die Versicherungsbedingun-gen der PKV und die Beihilfeverordnungen hinsichtlich des Erstattungsumfangs auf „ambulante Untersu-chungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorge-untersuchungen)" (PKV) beziehungsweise „Aufwendungen für Leistungen zur ärztlichen Früherkennung und Vorsorge im ärztlichen Bereich beihilfefähig sind. 
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Privatmedizin – Rolle als Innovationstreiber muss gesichert werden

Medizinische Innovationen sind ohne einen privatmedizinischen Bereich kaum denkbar. Denn nach Geset-zeslage muss das umlagefinanzierte Mehrheitssystem der GKV die zur Verfügung stehenden (knappen) finan-ziellen Ressourcen immer für eine wirtschaftliche, ausreichende, notwendige und zweckmäßige Versorgung verwenden, Individuelle, auf die konkreten Bedürfnisse eines Einzelnen oder einer kleinen Gruppe von Pa-tienten zugeschnittene Leistungen stehen in einer solchen Systematik nicht im Fokus.   ... mehr im PDF

Was zählt als Betriebsfeier?

Betriebsveranstaltungen sind zweifelsfrei geeignet, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Dazu zählen Ausflüge, Weihnachts- und Jubiläumsfeiern. Dafür aufgewendete Kosten gelten nicht als Arbeitslohn und sind steuerfrei. Überschreiten Sie den gesetzlich für Betriebsveranstaltungen gestatteten Rahmen, kann die Steuerfreiheit entfallen. Damit das nicht passiert, sollten Sie Folgendes beachten: Nicht jede Feier ist eine Betriebsveranstaltung im rechtlichen Sinn. Es muss sich um eine Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesell-schaftlichem Charakter handeln, an der alle Betriebsangehörigen oder alle Angehörigen einer Organisationseinheit (etwa Abteilung) teilnehmen können. Bei exklusiven Feiern für ausgewählte Arbeitnehmer besteht keine Steuerfreiheit.  ... mehr im PDF

Datenschutzgrundverordnung – Abmahnmissbrauch muss verhindert werden

„Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten dürfen nicht Opfer von Abmahn¬wellen und daraus folgenden horrenden Strafzahlungen werden. Dies gefährdet empfindlich die ambulante Versorgung der Patien-ten." Das betonte Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV angesichts der Risiken der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Dazu müsse klar sein, dass ärztliche Leistungen wie etwa Überweisungen oder die Inanspruchnahme externer Labore nicht zur Auftragsverarbeitung zu zählen seien. Eine solche Überinterpretation der Gesetzeslage würde die Praxen mit Bürokratie überfrachten und könne wichtige Koope¬rationen hemmen. Dabei sei die fachübergreifende Zusammenarbeit unabdingbar zur Sicherung medi-zinischer Standards. Auch Projekte zur Digitalisierung in der Medizin dürften nicht erschwert oder gar unmöglich gemacht werden.  ... mehr im PDF

Tägliches Brot: Krank durch Weizen, Gluten und ATI

Es herrscht allgemeine Orientierungs-und Ratlosigkeit über getreidebedingte Erkrankungen, so dass unser deutsches liebstes Kind, das Brot, fast schon in Ungnade verfällt. Einerseits beweisen Biobäcker längst, dass schon die Teigführung (wie früher, mit Zeit!), zu erheblich besserer Verträglichkeit führt, dann aber bleibt immer noch für viele das Problem, bestimmte Getreidearten nicht zu vertragen: handelt es sich dabei um eine Modewelle, von der sich besonders suggestible Zeitgeistgläubige mitreißen lassen? Oder ist etwas dran an dem Hype um das Brot, das uns krank macht?  ... mehr im PDF

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