Privatärztliche Praxis
Ausgabe 6/2020

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MiM Pharma GmbH vertreibt COVID-19 Antigen-Test

Erfolgreiche Evaluierung von NowCheck durch Paul-Ehrlich-Institut

Der NowCheck COVID-19 Ag Test hat die vergleichende Evaluierung von SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests mit Bravour bestanden. Das Paul-Ehrlich-Institut bescheinigt, dass die Sensitivität des NowCheck-Tests auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Aufgrund dieser Bewertung wird der NowCheck COVID-19 Ag Test auch weiterhin auf der Liste des BfArM geführt.

NowCheck bietet den direkten Nachweis früher und akuter SARS-CoV-2- Infektionen durch die Analyse eines Nasen-Rachen-Abstrichs. Die Identifizierung von SARS-CoV-2-Antigen ist innerhalb von nur 15 Minuten möglich und erfolgt über eine optische Anzeige im Ergebnisfenster der Testkassette. NowCheck zeichnet sich durch eine hohe Sensitivität aus und hat unter den von FIND (Foundation for Innovative New Diagnostics) evaluierten Antigen Schnelltests die bislang höchste klinische Sensitivität. Sie liegt bei 89,2 % und damit deutlich über dem vom RKI geforderten Mindestwert von 80 %. Die Spezifität wird bei NowCheck mit 97,3 % angegeben und liegt damit auch über den RKI-Vorgaben von mindestens 97 %. ... mehr im PDF

Der Diagnosekniff
GU NACH GOÄ

 

Auch bei GOÄ-Abrechnung beschränken Richtlinien den Leistungsumfang der Gesundheitsuntersuchung. Daher sollten Praxisteams die Kodierung in ihren Fokus rücken.

Auch bei GOÄ-Abrechnung beschränken Richtlinien den Leistungsumfang der Gesundheitsuntersuchung. Daher sollten Praxisteams die Kodierung in ihren Fokus rücken.

GOÄ
Beim ersten Kontakt fallen in der GOÄ die Nrn. 3 und 5 bei gleichzeitiger Untersuchung der Kniegelenke (aufgrund der anamnestischen Angaben) an. Drei Tage später erfolgt die GU (Nr. 29) samt Labor (Nr. 250, Einzelparameter im Blut und 3511). Ergometrie (Nr. 652) und Spirometrie (Nrn. 605,605a) werden einzeln berechnet. Die Röntgenbefunde wurden gesondert besprochen (Nr.3 GOÄ).

HZV
In den Hausarztverträgen in Sachsen vergüten folgende Kassen die GU einzeln: AOK (3' Euro), BKK/SpectrumK (35 Euro), Knappschaft (32 Euro) und TK (s Euro bei erweitertem Programm). Die BKKen/GWQ zahlen neben der Pauschale einen Präventionszuschlag (20 Euro), die Ersatzkassen einen Zuschlag von 2 Euro pro P2-Pauschale ab einer bestimmten Zahl von Untersuchungen. Die Ergometrie ist bei BKKen/SpectrumK, Ersatzkassen und der TK Teil der Pauschale. Eine Einzelleistung (26 Euro) sehen AOK, IKKclassic und BKKen/GWQ vor. Beider Knappschaft fehlt die 03321 im Ziffernkranz. ... mehr im PDF


Corona
Schnelltests auf Antigene: Für wen sind sie geeignet?

Die neuen Antigen-Schnelltests sind seit Oktober Teil der Nationalen Teststrategie gegen SARS-CoV-2. Doch die Teststrategie sieht deren Einsatz zu anderen Zwecken vor als DEGAM, RKI und KBV.

Antigen-Schnelltests spielen eine wichtige Rolle in der Nationalen Teststrategie, auch wenn viele Fragen für die Praxis noch unbeantwortet sind “Der Hausarzt” 18/20). Wenige Wochen nachdem erste Unternehmen Schnelltests auf den Markt gebracht haben, sollen sie nun breiter eingesetzt werden, um Risikogruppen besser zu schützen.
Eine Entwicklung, die der Schöllkripper Hausarzt Heinz Kreuzberg gutheißt. Er war einer der ersten Allgemeinmediziner in Bayern, die Patienten mit den Antigen-Schnelltests auf SARS-CoV-2 getestet hat, anfangs noch als individuelle Gesundheitsleistung.
“Wir versorgen neben unseren Patienten zwei intensivmedizinisch betreute Wohngemeinschaften. Meine Frau leitet einen Pflegedienst mit weit über 100 Patienten. Wir sind deshalb sehr an einer schnellen, sicheren und einfach zu handhabenden Testung interessiert”, sagt Heinz Kreuzberg. “Dass das Testergebnis mit den Schnelltests innerhalb von 15 Minuten vorliegt, halte ich für einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem PCR-Test im praktischen Alltag.”
Die Teststrategie vom 14. Oktober empfiehlt bei symptomatischen Patienten sowie Kontaktpersonen weiter die PCR. Ein Antigen-Schnelltest (PoC) soll nur zum Einsatz kommen, wenn die PCR-Testkapazität begrenzt und ein schnelles Ergebnis nötig ist. Bei Reiserückkehrern wird der PoC als Alternative zur PCR-Testung ein-gestuft. Neu empfohlen wird der PoC bei asymptomatischen Personen, die in Arztpraxen, Kliniken oder Heimen tätig sind oder letztere besuchen wollen, sofern dort kein COVID-Fall bekannt ist. Positive Schnelltests sollen mit PCR bestätigt werden. Eingesetzt werden dürfen aber nur zugelassene Schnelltests (www.hausarzt.link/X3PbJ). Sprich, die Hersteller melden sie an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Me-dizinprodukte (BfArM) und die Mindestkriterien des Paul-Ehrlich-Instituts und des Robert Koch-Instituts (RKI) werden erfüllt.

Kein Nachweis von Virengenen
Anders als die PCR weisen die Antigen-Schnelltests keine Virengene nach, sondern reagieren auf Teile der viralen Hüllproteine wie das Spike-Protein von SARS-CoV-2. Die Probe gewinnt das medizinische Personal wie bei der PCR über einen Nasen-Rachen-Abstrich und trägt sie vor Ort auf ein Testkit auf. In Kürze sollen zudem Labor-Antigentests zur Verfügung stehen. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) liegt die zu erwartende Sensitivität dieser Labor-Tests bei etwa 90 Prozent und damit niedriger als bei PoC.
Der Hersteller Roche hat zum Beispiel seinen Antigen-PoC mit Studien in Indien und Brasilien an 450 Pro-banden getestet. Die Sensitivität liegt demnach bei 96,52 Prozent, die Spezifizität bei über 99 Prozent. Ab-bott verspricht eine Sensitivität von 91,4 und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Laut RKI laufen mehrere unabhängige Studien zu Schnelltests. Kritiker verweisen darauf, dass bei anderen Antigen-Tests die Sensitivität nur bei etwa 80 Prozent läge, abhängig davon, ob symptomatische Patienten oder Infizierte ohne Symptome getestet würden.
Weitere Berichte, z. B. zu Honorar-Vereinbarungen bei aufwändigen Vorgängen, Beihilfe: Seit 2011 entscheidet der Einzelfall, PKV-Beiträge steigen deutlich etc. lesen Sie in der PDF-Ausgabe!

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