PBV-Vorstandsmitglieder
Dr. med. Norbert A. Franz, Vorsitzender
Prof. Dr. med. Markus Hambek, 2. Vorsitzender
Dr. med. Christoph Gepp, 2. Vors./Schatzmeister
Dr. med. Thomas P. Ems, Geschäftsführer
Liebe Mitglieder,
zum Ausklang des Jahres haben wir eine Ausgabe zusammengestellt, die das Thema der KI-Anwendungen in der Medizin beleuchtet. Genau dieses war auch ein Schwerpunkt beim Tag der Privatmedizin (TdP)
2025 in der Frankfurt School of Finance. Der TdP war ein überwältigender Erfolg. Die Teilnehmerzahl übertraf erneut die des Vorjahres. Wir werden in Zukunft über Erweiterungsmöglichkeiten
sprechen müssen.
Professor Dr. Andreas Beivers von der Hochschule Fresenius in München analysierte auf beeindruckende und herausfordernde Weise die aktuelle und zukünftige Situation der Sozialsysteme,
insbesondere des Gesundheitswesens. Die anschließende gesundheitspolitische Diskussionsrunde wurde durch Dr. Florian Reuther, Verbandsdirektor beim PKV-Verband, Dr. Ulrich Langenberg von der
Bundesärztekammer, Dr. Thomas Ems, Geschäftsführer des Privatärztlichen Bundesverbandes, und Dr. Christof Mittmann, Vorstandsvorsitzender des PVS-Verbandes, unter der Moderation von Hauke Gerlof
von der ÄrzteZeitung
bereichert.
Die Innovationsaustellung wurde, wie in den Jahren zuvor, stark frequentiert. Die Besucher beteiligten sich zudem rege an den angebotenen Workshops. Der Tag der Privatmedizin ist mittlerweile zur
bedeutendsten Veranstaltung für Inhaber und Mitarbeiter von Privatpraxen in Deutschland geworden.
Wir wünschen allen Mitgliedern frohe Festtage und einen guten Start in das Jahr 2026!
Ihr Vorstand
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der PÄP auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
Impressionen
Rainer Robbel
Rainer Robbel ist Rechtsanwalt und Datenschutzbeauftragter (TÜV-zert.) in der bundesweit tätigen ETL Rechtsanwälte GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft.
Das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) hat längst begonnen, daran gibt es keine ernsthaften Zweifel mehr. In der Medizin ermöglicht KI enorme Fortschritte, von schnelleren
Diagnosen bis zu effizienteren Abläufen. Gleichzeitig stellen sich neue rechtliche Fragen: Wie sicher ist der Einsatz? Wer trägt die Verantwortung? Und welche Regeln müssen Praxen beachten? Die
rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln sich dabei ebenso dynamisch wie die Technik selbst.
Während sich dieser Beitrag vor allem mit medizinischen KI-Systemen befasst, die rechtlich besonders streng reguliert sind, kommen in Arztpraxen auch zahlreiche administrative KI-Anwendungen zum
Einsatz. Dazu zählen etwa Systeme zur Terminplanung oder Abrechnung, die deutlich geringeren Anforderungen unterliegen.
Haftungsrechtliche Grundlagen
Die künstliche Intelligenz (KI) kann die ärztliche Entscheidungsfindung erheblich unterstützen, sei es bei Diagnosen, Therapieempfehlungen oder Prognosen. Dennoch bleibt die ärztliche
Verantwortung ungeteilt. Am Ende ist es immer der Arzt, der die medizinische Entscheidung trifft und dafür haftet. Dazu bedarf es stets der kritischen Bewertung der KI-Ausgaben.
Der Arzt muss überdies sicherstellen, dass das eingesetzte System sachgerecht bedient wird, dem aktuellen Stand der Technik entspricht und für den vorgesehenen Zweck zugelassen ist.
Software-updates sollten zeitnah installiert und die eingesetzte Version dokumentiert werden.
Besonders wichtig ist die Dokumentation jeder durch KI beeinflussten Entscheidung. Es sollte nachvollziehbar festgehalten werden, welches System verwendet wurde, welche Ergebnisse es ausgegeben
hat und wie diese ärztlich bewertet wurden, denn nur mit einer solchen Dokumentation wird man in einem Streitfall einen ausreichenden Nachweis haben.
Datenschutz
Beim Einsatz von KI-Systemen ist vor allem der Datenschutz zu beachten. In aller Regel ist für die Datenverarbeitung durch KI-Systeme die ausdrückliche Einwilligung der Patienten erforderlich.
Diese muss freiwillig, informiert, eindeutig und auf einen bestimmten Zweck bezogen sein. Pauschale Einwilligungen, die gleich mehrere unbestimmte Anwendungen abdecken sollen, sind rechtlich
unwirksam. Wirksam einwilligen kann nur, wer auch genau weiß, in was er einwilligt.
Darüber hinaus tragen Ärzte Verantwortung bei der Auswahl der Anbieter. Werden Daten an externe Dienstleister weitergegeben, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Pflicht. Bei Anbietern außerhalb der Europäischen Union (EU) sind häufig zusätzliche Garantien und Sicherheiten notwendig. Zwar erlaubt das aktuelle Abkommen
zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) (EU-US Data Privacy Framework) die Datenübermittlung in die USA – wo derzeit zweifellos die meisten KI-Anbieter ihren Sitz haben –,
doch die Erfahrungen mit früheren Abkommen wie dem „Privacy Shield“ (sollte den Schutz personenbezogener Daten, die aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union in die USA übertragen werden,
regeln) zeigen, dass auf solche Regelungen kein Verlass ist. Daher ist es empfehlenswert, möglichst auch europäische Anbieter in Betracht zu ziehen.
Aufklärung
Der Einsatz von KI erweitert die ärztlichen Aufklärungspflichten. Patienten müssen verstehen, welche Rolle die KI im Behandlungsprozess spielt, welche Grenzen und Risiken bestehen und welche
Alternativen es gibt. Die Information sollte so umfassend wie nötig, aber für medizinische Laien verständlich sein.
In der Praxis hat sich ein gestuftes Vorgehen bewährt. Zunächst werden Zweck und Nutzen erklärt. Bei weitergehendem Interesse können zusätzliche Details gegeben werden. Aufklärung und
Einwilligung sind in der Patientenakte zu dokumentieren. Zwar ist die Einwilligung grundsätzlich formfrei möglich, jedoch ist die schriftliche Form wegen ihrer Beweisfunktion quasi
unverzichtbar.
EU-KI-Verordnung und Medizinprodukterecht
Seit August 2024 gibt die europäische KI-Verordnung (KI-VO) verbindliche Regeln für Entwicklung, Vertrieb und Einsatz von KI-Systemen vor. Dabei wird ein risikobasierter Ansatz verfolgt, wonach
KI-Systeme in verschiedene Risikokategorien eingeteilt werden. Medizinische KI-Anwendungen gelten automatisch als Systeme mit hohem Risiko, das heißt, dass sie ein hohes Risiko für die Sicherheit
oder die Gesundheit der Patienten darstellen können. Dazu zählen beispielsweise Systeme zur Unterstützung der Diagnostik oder von Therapieentscheidungen.
Für solche Hochrisiko-KI-Systeme gelten strenge Anforderungen. Dazu gehören ein umfassendes Risikomanagement, hohe Qualitätsstandards bei den verwendeten Daten, Transparenz gegenüber den Nutzern
und eine kontinuierliche Überwachung nach Markteinführung. Anbieter müssen eine ausführliche technische Dokumentation vorlegen und die CE-Konformität sicherstellen.
Medizinische KI-Software unterliegt aber nicht nur der KI-VO, sondern auch dem bestehenden Medizinprodukterecht. Nach der europäischen Medical Device Regulation (MDR) wird auch Software nach
ihrem Risiko eingestuft und muss ein entsprechendes Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen. So dürfen nur Systeme mit gültiger CE-Kennzeichnung in der ärztlichen Praxis eingesetzt
werden.
Ärzte sind zudem verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass die eingesetzten Systeme korrekt funktionieren und gemäß Gebrauchsanweisung angewendet werden. Hinzu kommt die Pflicht,
schwerwiegende Zwischenfälle zu melden und aktiv an der laufenden Überwachung der Systeme mitzuwirken.
Darüber hinaus verlangt die KI-VO, dass Ärzte sowie das Praxispersonal, das mit KI-Systemen arbeitet, über die notwendige Kompetenz im Umgang mit diesen Anwendungen verfügen. Dies schließt
regelmäßige Schulungen und Fortbildungen ein.
Berufsrechtliche Aspekte
Nach den Vorgaben der Berufsordnungen muss der Einsatz von KI mit den Grundsätzen ärztlicher Berufsausübung vereinbar sein, insbesondere mit der Pflicht, die Patienten nach dem aktuellen Stand
der medizinischen Wissenschaft zu behandeln.
Die ärztliche Schweigepflicht gilt selbstverständlich auch beim Einsatz von KI uneingeschränkt. Ärzte müssen deshalb nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen sicherstellen, dass
Patientendaten vertraulich behandelt und nur unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben weitergegeben werden. Als sogenannte Berufsgeheimnisträger machen sie sich bei Verstößen gegen die
Schweigepflicht in der Regel auch strafbar.
Empfehlungen für die Praxis
Ähnlich wie beim Datenschutz gelingt der Einsatz von KI in Arztpraxen, wenn man strukturiert vorgeht:
Fazit
KI ist schon jetzt aus der privatärztlichen Praxis nicht mehr wegzudenken und wird sowohl die Heilbehandlung, als auch die
administrativen Praxisabläufe nachhaltig verändern. Wie so oft, hat die Medaille aber auch hier zwei Seiten. Neben den gewaltigen Chancen auf der einen Seite stehen nicht unerhebliche Risiken –
vor allem für die Patienten – auf der anderen Seite. Um diese zu beherrschen, hat der Gesetzgeber recht frühzeitig über mehrere Rechtsgebiete hinweg Leitplanken gezogen, innerhalb derer sich die
Akteure im Zusammenspiel mit KI-Anwendungen bewegen müssen. Die Komplexität der rechtlichen Anforderungen ist hoch und erfordert von den Ärzten eine systematische Herangehensweise und
entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Dabei müssen neben den rechtlichen auch ethische Aspekte berücksichtigt werden, insbesondere die Vermeidung algorithmischer Verzerrungen und die Bewahrung des
menschlichen Faktors in der Medizin. Dies wird sich nicht ohne zusätzliche zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen bewältigen lassen.
Trotz allem erforderlichen Aufwand werden die Vorteile am Ende überwiegen, für Patienten ebenso wie für Ärzte und das Praxispersonal. Wer dabei die rechtlichen Vorgaben konsequent einhält,
reduziert nicht nur das Haftungsrisiko, sondern gewinnt auch das Vertrauen der Patienten.
Hilfreiche Informationen und praxisnahe Orientierung bieten zudem zahlreiche Institutionen wie Berufsverbände, Ärztekammern, Aufsichtsbehörden oder medizinische Fachgesellschaften, die regelmäßig
Leitfäden und Hinweise im Internet veröffentlichen.
Haben Sie hierzu Fragen? Sprechen Sie mich jederzeit an unter: [email protected]
Marc Däumler
Marc Däumler ist Senior-PR-Berater und Inhaber der Agentur excognito, einer
Kommunikationsagentur für Healthcare und Lifestyle in Berlin.
Künstliche Intelligenz (KI) hilft bei typischen administrativen Praxisabläufen genauso wie bei der Diagnose und bei Behandlungsempfehlungen. Patienten empfinden den KI-Einsatz zwar oft
als faszinierend und hilfreich, aber gleichzeitig auch unpersönlich und bedrohlich. Hier ist Vertrauen notwendig, und das geschieht durch eine transparente, passende Kommunikation. Wie also
sollte eine Praxis den Einsatz von KI kommunizieren, damit das Vertrauen der Patienten nicht leidet, die ärztliche Kompetenz in den Augen der Patienten steigt und dazu das Image noch gefördert
wird?
Automatische Terminvergaben, Auskunftshilfen in der Chatfunktion, digitale Anamnese für mehr Service bei den Patienten. Und für das Praxisteam hilfreiche Abrechnungsvorschläge für
Ziffern, schnelles Zuordnen von Befunden oder Erstellen von druckfähigen individuellen Nachsorgeplänen, Beschwerdemanagement, Raumplanung, Materialbedarfsermittlung bis hin zum Erkennen von
auffälligen Datenabrufen im Bereich Sicherheit: KI hilft! Aber nicht immer ist Patienten klar, dass KI im Hintergrund oder sogar offensichtlich agiert. Bei administrativen Hilfen mag es für viele
unwichtig oder modern sein, aber sobald eine klinische Unterstützung stattfindet, ändert sich die Meinung. Von Ersteinschätzungen der Krankheitsbilder bis hin zur präzisen (und ausgesprochenen)
Klassifizierung. Und ganz egal, ob es ein Notfall ist, Vorsorgefälligkeiten sind oder Risiken bei Impfvorhaben betreffen: Diese sorgen für Ängste bei den Patienten. Ängste fördern Misstrauen, und
Misstrauen der Patienten ist für eine Arztpraxis wohl das schlimmste, was passieren kann.
KI in der Medizin sorgt bei Patienten nicht nur für Begeisterung
Studien belegen, dass Patienten grundsätzlich dem Einsatz von KI positiv gegenüberstehen beim Besuch einer Praxis oder Klinik. Eine Studie (2025) ergab, fast 58 % generell
eine positive Einstellung zur Anwendung von KI im Gesundheitswesen haben. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2022 sagt aus, dass fast 11 % sogar eine deutliche Verbesserung in der
Gesundheitsversorgung durch den Einsatz von KI erwarten.
Allerdings sagen Studien differenziert betrachtet etwas völlig anderes aus, was das Vertrauen in KI bei der ärztlichen Betreuung angeht: In einer Studie aus 2024 zeigt sich, dass bei
medizinischen Ratschlägen und der Wahl zwischen „rein KI-generiert“, „KI plus Arzt im Zusammenspiel“ sowie „nur Arzt“ eben die Variante „nur Arzt“ die höchste Akzeptanz besitzt. In einer Studie
in den USA im Jahr 2023 zeigten sich rund 80 % der Patienten besorgt, wenn Ärzte KI für Diagnosen und Therapieansätze nutzen. Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse 2024 offenbarte, dass 49 %
glauben, dass durch KI sogar schwerwiegende Risiken im Gesundheitswesen entstehen. Und eine Studie der Bitkom Research findet 2024 heraus, dass 35 % der Befragten der Einsatz von KI in der
medizinischen Versorgung sogar Angst macht.
Besonders interessant: Eine aktuelle Studie im Jahr 2025 zeigt, dass Ärzte weniger kompetent und vertrauenswürdig eingeschätzt werden von Patienten, wenn sie KI nutzen! Frei übersetzt heißt das:
Wenn die Ärztin oder der Arzt KI nutzen, hat er oder sie anscheinend keine ausreichende Erfahrung oder Kompetenz. Und das hat wirtschaftliche Folgen! Demzufolge gibt es weniger Folgebesuche und
auch keine Empfehlungen, das heißt, für eine Arztpraxis entsteht ein wirtschaftliches Horrorszenario, weil das Image sinkt.
Was denn nun? Ist der KI-Einsatz nun positiv oder negativ für das Praxisimage?
Grundsätzlich strahlt der Einsatz von KI aus Sicht von Patienten Modernität und Zeitgeist aus, besonders, wenn es um Zeitersparnis und Service geht. Empfinden Patienten allerdings bei der
medizinischen Betreuung durch den Einsatz von KI keine fachliche Ergänzung oder Know-how-Erweiterung, sondern stattdessen eine Know-how-Substitution oder eine sinkende Empathie, sinkt mit der
Glaubwürdigkeit zuerst das Vertrauen und dann das Image. Irgendwo dazwischen ist also der richtige Weg, und der ist für jede Praxis anders.
Praxis gleich Praxis?
Ganz sicher ist das nicht der Fall. Je höher und bedeutender der persönliche Kontakt zwischen dem Arzt und Patienten ist für die Empathie, also dem Vertrauen und der Gewissheit, hier richtig zu
sein, desto eher wird der Einsatz von KI als Verlust der persönlichen Beziehung angesehen. Praxen für Psychotherapie und Pädiatrie sind hier typisch. Das ist nicht verwunderlich, denn bei sehr
persönlichen Problemen möchte jeder lieber eine reale vertrauensvolle „echte“ Person zum Austausch haben, statt eines Computers.
Fachrichtungen hingegen, die in der Lage sein müssen, aus komplexen Daten präzise Diagnosen ziehen zu können, mitunter zu extrem seltenen Erkrankungen, bei denen es um absolutes Spezialwissen
geht, genießen einen Gewinn an Vertrauen, wenn der Arzt KI-Anwendungen hinzuzieht. Hier sind es typischerweise Radiologen, Dermatologen, Augenärzte, Gastroenterologen und die gesamte Onkologie
bei ungewöhnlichen Fällen.
Wichtig: Ein positiver Imagegewinn ist nur gegeben, wenn Patienten davon ausgehen, dass die Hoheit der Diagnose und Therapie weiterhin beim Arzt oder der Ärztin liegen.
Welche KI-Imageunterschiede gibt es zwischen den ärztlichen Fachrichtungen?
Hier sind einige Fachrichtungen dazu genannt:
Wann kann der Einsatz von KI in der Praxis das Image fördern?
Inwieweit der Einsatz von KI das Image der Praxis positiv verändert, hängt demnach stark davon ab, wie der Einsatz kommuniziert wird. Also müssen Praxen die Vorteile für den Patienten
hervorheben. Es geht um die Kommunikation, und da ist es nicht nur das Gespräch oder der Aufklärungsbogen oder das Infoschreiben für neue Patienten. PR bedeutet: Tue Gutes und sprich darüber, und
heute findet das „Sprechen“ zudem auf der Website und bei Social Media statt.
Spielen Alter oder Geschlecht eine Rolle bei der Bewertung, wenn KI in der Praxis eingesetzt werden?
KI-Einsatz in der Praxis und deren Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit und das Image sind neue Fragen, und dementsprechend gibt es kaum belastbare Studien dazu, wenn die Fragestellung tiefer
geht, wie nach der Differenzierung nach Alter oder Geschlecht oder Bildung. Eine deutsche Studie des Max-Planck-Instituts aus dem Jahr 2025 hat keine Unterschiede im Alter festgestellt, wenn es
um den Einsatz von KI in der Medizin geht. Allerdings zeigen sich junge Leute laut dieser Studie grundsätzlich offener gegenüber KI, was prinzipiell nicht verwundert.
Wie sollte eine Arztpraxis den Einsatz von KI kommunizieren?
Die Patienten sind die Zielgruppe, also sind deren Interessen, Wünsche, Bedenken und Ängste zu beachten, sprich: Was sind die Vorteile und was sind die Nachteile für Patienten?
Vorteile in den Augen der Patienten:
Dies kann der Arzt als Vorteil und Imagegewinn kommunizieren.
Nachteile in den Augen der Patienten:
PR-Tipp:
Die Nachteile werden nicht als potenzielle Nachteile genannt, also kommuniziert. Stattdessen werden die möglichen und wahrgenommenen Gefahren und Nachteile ins Positive gesetzt.
Beispiel:
„Sie erhalten von mir als Ihr behandelnder Arzt stets eine absolut individuelle Beratung und Empfehlung, basierend auf meiner Erfahrung und meinem Know-how. Wir nutzen KI, um die neuesten Studien
bei Ihrer individuellen Behandlung zu berücksichtigen. Ihre Daten sind selbstverständlich sicher und anonym, wenn wir KI zur Unterstützung einsetzen.“
Welcher Kanal ist nun der richtige?
Flyer? Website? Instagram? Facebook? Plakat? Gespräch? Leider gibt es hier keine immer passende Empfehlung für jede Praxis gleichermaßen, denn jeder Kommunikationskanal hat seine eigenen
Eigenschaften, genau wie auch die Patienten von Praxis zu Praxis anders strukturiert sind, ausgerichtet nach Fachrichtung, Alter und Bildung. Aber grundsätzlich gilt: Das Arztgespräch hat die
größte Glaubwürdigkeit.
Fazit
KI ist ein zukünftiger Erfolgsautor. Eine Welt ohne Social Media? Wird es nicht mehr geben. Eine Welt ohne KI? Ebenso wenig. Also muss sich jede Arztpraxis darauf einstellen, dass Patienten sich
ebenfalls damit kritisch beschäftigen. Anders ausgedrückt: Keine Arztpraxis wird herumkommen, KI einzusetzen, und muss dies den Patienten mit den Vorteilen kommunizieren. Also muss sich jede
Arztpraxis individuell fragen: Welche Vorteile haben meine Patienten durch den Einsatz von KI? Welche Bedenken können auftreten? Und genau diese Vorteile werden dann in einfachen Worten
kommuniziert.
Haben Sie hierzu Fragen? Sprechen Sie mich jederzeit an unter: [email protected]
Sonja Schroeter
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Sonja Schroeter
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